Dass dem Ingenieur bekanntlich nichts zu schwör ist, erfahren 22 Schülerinnen und Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in dem seit diesem Schuljahr neu eingeführten Ingenieurunterricht. Dabei werden im Unterricht verschiedene Brückenmodelle konstruiert, Belastbarkeiten an selbst erstellten Stahlbetonmodellen gemessen, durch Wärme-bildkameras unterstützte Gebäudeuntersuchungen und –sanierungen geplant und Ampelschaltungen aufgebaut und programmiert.

Dabei geben die Ingeni-eure sowohl im Unterricht (Schule) als auch in deren Arbeitsumfeld (Exkursio-nen) realitätsnahen Einblick in deren Denk- und Arbeitsweise und ihr Berufsfeld. Das zugrunde liegende Konzept überzeugte die Deutsche Telekom Stiftung, den Differenzierungskurs, der über 4 Halbjahre in der 8. & 9. Klasse läuft, in das Programm der Junior-Ingenieur-Akademie (JIA) aufzunehmen.
Das mit einer großzügigen Anschubfinanzierung von 10.000 € geförderte neue Unterrichtsfach wurde in einem feierlichem Rahmen der Schulöffentlichkeit vorgestellt. Dabei stellten die Schüler dem aufmerksamen Publikum aus Eltern, Ingenieuren, Professoren, Vertretern der „Deutsche-Telekom-Stiftung“ und Lehrern erste Arbeitsergebnisse, beispielsweise ein 4m langes Schrägseilbrü-ckenmodell, vor.

Ziel der JIA ist es, Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Mittelstufe Ein-blicke in die Berufsbilder von Ingenieuren und Wissenschaftlern zu bieten, ihnen den Übergang von der Schule zur Hochschule zu erleichtern sowie ihre individuellen Kompetenzen frühzeitig zu fördern. Alleinstellungsmerkmale die-ses Bildungsangebots sind die Kooperation von Schule, Wirtschaft und Wissen-schaft sowie deren feste Verankerung im Unterrichtslehrplan. Derzeit umfasst das bundesweite Netzwerk der Junior-Ingenieur-Akademien knapp 80 Schulen.

Unsere Schule

Freiherr neu

Das Freiherr vom Stein Gymnasium liegt in Oberhausen-Sterkrade am Rand des Volksparks. Die Schulgebäude an der Wilhelmstraße sind umgeben von Grün. Der Altbau ist die Keimzelle dieser Schule und steht unter Denkmalschutz. Nach der Renovierung der Aula und vor allem des markanten Turms erstrahlt der Bau wieder in neuem Glanz und ist ein Wahrzeichen des Stadtteils. Der sogenannte "Neubau" ist ein Anbau, der in den 70er Jahren errichtet wurde und neben zahlreichen Klassenräumen die naturwissenschaftlichen Fachräume, die Fachräume Kunst und die neuerbaute Schulmensa beherbergt. Das neue Oberstufenzentrum und der Pavillon befinden sich auf der anderen Seite der Wilhelmstraße, dahinter liegt auch der Schulgarten.

Zur Schule gehören zwei Sporthallen. Neben der alten Turnhalle an der Wilhelmstraße befindet sich auf der dem Volkspark zugewandten Seite die Günther-Stolz-Halle, eine Dreifachhalle, die auch von den Nachbarschulen und von örtlichen Vereinen genutzt wird. Komplett renoviert ist das angrenzende Stadion Sterkrade, das mit dem Rasenplatz und der Laufbahn mit der Möglichkeit elektronischer Zeitmessung ein Zentrum für Leichtathletik bietet.

freiherr luftbild klein