Dass dem Ingenieur bekanntlich nichts zu schwör ist, erfahren 22 Schülerinnen und Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in dem seit diesem Schuljahr neu eingeführten Ingenieurunterricht. Dabei werden im Unterricht verschiedene Brückenmodelle konstruiert, Belastbarkeiten an selbst erstellten Stahlbetonmodellen gemessen, durch Wärme-bildkameras unterstützte Gebäudeuntersuchungen und –sanierungen geplant und Ampelschaltungen aufgebaut und programmiert.

Dabei geben die Ingeni-eure sowohl im Unterricht (Schule) als auch in deren Arbeitsumfeld (Exkursio-nen) realitätsnahen Einblick in deren Denk- und Arbeitsweise und ihr Berufsfeld. Das zugrunde liegende Konzept überzeugte die Deutsche Telekom Stiftung, den Differenzierungskurs, der über 4 Halbjahre in der 8. & 9. Klasse läuft, in das Programm der Junior-Ingenieur-Akademie (JIA) aufzunehmen.
Das mit einer großzügigen Anschubfinanzierung von 10.000 € geförderte neue Unterrichtsfach wurde in einem feierlichem Rahmen der Schulöffentlichkeit vorgestellt. Dabei stellten die Schüler dem aufmerksamen Publikum aus Eltern, Ingenieuren, Professoren, Vertretern der „Deutsche-Telekom-Stiftung“ und Lehrern erste Arbeitsergebnisse, beispielsweise ein 4m langes Schrägseilbrü-ckenmodell, vor.

Ziel der JIA ist es, Schülerinnen und Schülern der gymnasialen Mittelstufe Ein-blicke in die Berufsbilder von Ingenieuren und Wissenschaftlern zu bieten, ihnen den Übergang von der Schule zur Hochschule zu erleichtern sowie ihre individuellen Kompetenzen frühzeitig zu fördern. Alleinstellungsmerkmale die-ses Bildungsangebots sind die Kooperation von Schule, Wirtschaft und Wissen-schaft sowie deren feste Verankerung im Unterrichtslehrplan. Derzeit umfasst das bundesweite Netzwerk der Junior-Ingenieur-Akademien knapp 80 Schulen.