Schüler engagieren sich für Gedenken an die NS-Opfer. Schon über 70 Jahre ist es her, dass Europa durch die Gräueltat des Holocausts durch das NS-Regime erschüttert wurde. Ein langer Zeitraum, der dieses Menschheitsverbrechen von der heutigen Zeit und den heutigen Gedanken trennt. Doch auch im Jahr 2017 lassen sich einige Spuren und Hinweise auf die damaligen Untaten finden. Durch Gedenkstätten und andere Denkmäler werden heutige Menschen immer noch mit diesem Thema konfrontiert - auch im Alltag. Eine Art dieser Denkmäler sind die so genannten "Stolpersteine", ein Projekt des deutschen Künstlers Gunter Demnig, der auf die Idee kam, kleine Messingtafeln in die Böden von Bürgersteigen oder öffentlichen Plätzen einzulassen, welche Namen von Menschen tragen, die durch die Nationalsozialisten zu Tode kamen. Auch in Oberhausen befinden sich viele dieser Steine, die jedoch zu großen Teilen bereits verdreckt und alt aussehen. Deswegen war es Schülerinnen und Schülern der achten Klassen des Sterkrader Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums ein Anliegen, das bedrückende Ereignis der NS-Zeit als wichtigen Teil der deutschen Geschichte in Erinnerung zu halten und die Steine zu putzen. Im Rahmen der "Stolperstein Putzaktion in Oberhausen vom 1.-9. Juli 2017", welche von der Gedenkhalle Oberhausen ausgetragen wurde, zog der Geschichtskurs auf Anregung der Kurslehrerin Frau Homann mit Putzmaterial los, um die Tafeln der fünfköpfigen Familie Mettbach zu polieren. Mit reichlichen Schwämmen, Tüchern, Putzmitteln und Wasser gelang es den Jugendlichen, die Steine zum Glänzen zu bringen. Dabei setzten sich die Schülerinnen und Schüler auch mit den Personen auseinander und dachten über die Sinti und Roma nach, die an der Kirchhellener Straße in einem Wohnwagen lebten. Nur der Vater der Familie, Johann Mettbach, überlebte den Holocaust, Mutter und Kinder wurden in das Konzentrationslager Auschwitz gebracht und ermordet. Mit dem Schicksal dieser und vieler weiterer Familien zur Zeit des NS-Regimes werden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Geschichtskurs in naher Zukunft ebenfalls befassen.
Nachdem sie das Putzen beendet hatten, gaben die Schülerinnen und Schüler eine sehr positive Rückmeldung zur Aktion. Sie freuten sich, das Gedenken an die Personen zu erhalten, welches nun durch die deutlich besser sichtbaren Stolpersteine gegeben ist. Auch in Zukunft werden sie auf die Gedenktafeln achten, da der Ort der Stolpersteine und der Wohnort einiger Schülerinnen und Schüler nicht weit auseinander liegen. Auch andere Schulklassen, Vereine, Parteien und Einzelpersonen nahmen an der Putzaktion teil. Bis zum neunten Juli wurden so 169 Steine poliert, die nun auch weit über die Kirchhellener Straße hinaus in Oberhausen zum Nachdenken anregen.

von Jan Maasmann, Schüler aus der Klasse 8 f





 

Unsere Schule

Freiherr neu

Das Freiherr vom Stein Gymnasium liegt in Oberhausen-Sterkrade am Rand des Volksparks. Die Schulgebäude an der Wilhelmstraße sind umgeben von Grün. Der Altbau ist die Keimzelle dieser Schule und steht unter Denkmalschutz. Nach der Renovierung der Aula und vor allem des markanten Turms erstrahlt der Bau wieder in neuem Glanz und ist ein Wahrzeichen des Stadtteils. Der sogenannte "Neubau" ist ein Anbau, der in den 70er Jahren errichtet wurde und neben zahlreichen Klassenräumen die naturwissenschaftlichen Fachräume, die Fachräume Kunst und die neuerbaute Schulmensa beherbergt. Das neue Oberstufenzentrum und der Pavillon befinden sich auf der anderen Seite der Wilhelmstraße, dahinter liegt auch der Schulgarten.

Zur Schule gehören zwei Sporthallen. Neben der alten Turnhalle an der Wilhelmstraße befindet sich auf der dem Volkspark zugewandten Seite die Günther-Stolz-Halle, eine Dreifachhalle, die auch von den Nachbarschulen und von örtlichen Vereinen genutzt wird. Komplett renoviert ist das angrenzende Stadion Sterkrade, das mit dem Rasenplatz und der Laufbahn mit der Möglichkeit elektronischer Zeitmessung ein Zentrum für Leichtathletik bietet.

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