Fördern und beraten - Informationen zur Individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler.

Individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler

Allgemeine Ziele der individuellen Förderung

Unterstützung bei Lernschwierigkeiten und Förderung besonderer Begabungen durch:

  • Binnendifferenzierung
  • erweiternde Angebote auf unterschiedlichen Niveaus zur Anwendung, Übung, Vertiefung und Wiederholung von Inhalten
  • Schaffen einer stressfreien Lernatmosphäre und einer daraus resultierenden positiven Lerneinstellung
  • Förderung des Selbstbewusstseins und der Eigeninitiative
  • Berücksichtigung des individuellen Lerntempos
  • Unterstützung der eigenen Lernfähigkeit

Konkrete Umsetzung der individuellen Förderung: Förderkonzept

Förderunterricht für die Jahrgangsstufen 5-9 gibt es

  • in Form eines in den Stundenplan integrierten Förderbandes,
  • in Kleingruppen,
  • in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Latein, Französisch und Spanisch,
  • auf der Grundlage einer differenzierten Diagnose der Lernschwächen und
  • -stärken durch die Fachlehrerinnen und Fachlehrer,
  • in Form eines gezielten Förderunterrichts für Schülerinnen und Schüler mit einer Lese-Rechtschreibschwäche.

Fördern und Fordern im Unterricht findet statt durch:

  • Projektarbeit
  • Erweiterung des Unterrichts durch eigenständige Erarbeitung und Präsentation von zusätzlichen Aufgabenstellungen unterschiedlichen Anspruchsniveaus durch einzelne Schülerinnen und Schüler  
  • fächerverbindendes Arbeiten
  • phasenweise Zusammenarbeit unterschiedlicher Fächer zur gegenseitigen Bereicherung und als Chance, individuelle Neigungen und Interessen im jeweils anderen Fach zu stärken
  • zusätzliche Lese- und Schreibangebote
  • Langstunden, um unterschiedliche Arbeitsformen und Methoden anzuwenden

Zum selbstständigen Arbeiten im Unterricht leiten wir die Schülerinnen und Schüler durch ein vielfältiges Angebot an Materialien an, die

  • den Fachunterricht ergänzen und unterstützen,
  • mehrkanaliges Lernen ermöglichen,
  • durch  Partner- und Gruppenarbeit die soziale Kompetenz fördern,
  • die Fähigkeit, Arbeit zu organisieren, entwickeln,
  • durch Selbst- und Partnerkontrollen zu einer individuellen Selbsteinschätzung führen,
  • durch eine veränderte Lehrer- und Schülerrolle selbst gesteuertes, eigenverantwortliches Lernen ermöglichen.

Fremdsprachenunterricht und Sprachzertifikate

Die Schülerinnen und Schüler werden in Fremdsprachenkursen, die im Anschluss an den Unterricht von Fachlehrerinnen und Fachlehrern angeboten werden, gezielt in den in der Prüfung geforderten vier Grundfertigkeiten (Hören, Sprechen, Lesen, Schreiben) trainiert, sodass sie ein offiziell anerkanntes Sprachzertifikats in den modernen Fremdsprachen erwerben können.

So werden z. B. in Französisch im Rahmen von DELF die Abschlüsse in den Stufen A1, A2, B1 und B2 angestrebt. Dieses Angebot erfolgt jahrgangsstufenübergreifend.

Im Fach Englisch können unsere Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I das PET-Sprachdiplom (Preliminary English Test) und in der Sekundarstufe II (Q1) das FCE-Sprachdiplom (First Certificate in English) der Universität Cambridge erwerben.

Zudem werden in der Sekundarstufe II (Einführungsphase) Kurse in Wirtschaftsenglisch angeboten, um das BEC-Zertifikat (Business English Certificate) der Universität Cambridge erhalten zu können.

Im Fach Spanisch besteht die Möglichkeit, das DELE-Zertifikat (Diploma de Español como Lengua Extranjera) zu erwerben. Seit dem Schuljahr 2010/11 ist das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium offiziell anerkanntes Prüfungszentrum.

Eine weitere Förderung erfolgt durch die Teilnahme an Wettbewerben in verschiedenen Fächern und durch die Beteiligung an der Vortragsreihe „Freiherr forscht“ zur Einübung von Präsentationsfertigkeiten.

Förderung bei Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS)

Unser Förderkonzept hat auch die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Lese-Rechtschreib-Schwäche oder massiven Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben verankert. Gefördert werden zunächst betroffene Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 5 und 6.
In Zusammenarbeit mit den Klassen- und Deutschlehrerinnen und -lehrern sowie Eltern wird beraten, welchen Schülerinnen und Schülern die Förderung zukommen soll. Dabei kann zum einen auf externe Testungen z. B. seitens der Grundschule, der Caritas oder auf erste Klassenarbeits- und Unterrichtsergebnisse zurückgegriffen werden.
Sollte vor dem Schulwechsel noch keine Testung erfolgt worden sein, bietet die Schule die kostenlose Testung mittels der Hamburger Rechtschreibprobe (HSP+) an. Die Testung als auch der Förderunterricht wird von einem hierfür fortgebildeten Kollegen durchgeführt. Um den Fortschritt dokumentieren zu können, wird die Überprüfung der Rechtschreibleistung am Schuljahresende wiederholt.
Gefördert wird sowohl auf analogem als auch digitalem Wege. Die wöchentlichen 67,5 Minuten Förderzeit werden in das Arbeiten mit verschiedenen Arbeitsmaterialien unterschiedlicher Verlage sowie Spielen für den LRS-Förderunterricht und das Arbeiten mit speziellen Lernprogrammen aufgeteilt. Unsere Schule hat die Lizenz für zwei Lernprogramme erworben, wodurch es möglich ist, den Schülerinnen und Schülern ein breites, abwechslungsreiches und interessantes Förderangebot zu bieten.
In Absprache mit Eltern und den Deutschlehrerinnen und -lehrern kann der Förderunterricht auch von Schülerinnen und Schülern besucht werden, die nach dem Testergebnis zwar keine LRS aufweisen, dennoch aber massive Probleme mit dem Lesen und / oder Schreiben haben. Sollte sich eine Verbesserung eingestellt haben, kann der Förderunterricht nach Absprache wieder verlassen werden.
Da der Förderkollege die Klassen- und Deutschlehrerinnen und -lehrer auch bezüglich Nachteilsausgleiche berät, wird seitens der Schule gewährleistet, dass betroffene Schülerinnen und Schüler den Förderunterricht bis zum Ende der Jahrgangsstufe 6 besuchen können. Sollte der Förderbedarf sowie ein daraus resultierender Nachteilsausgleich weiterhin Bestand haben, muss von externer Seite her gefördert werden. Sollte dies nicht geschehen, erlischt der Anspruch auf einen Nachteilsausgleich.

Leseförderung

„Lesen als Treibstoff für Bildung“ – das ist ein Hauptanliegen der Leseförderung unseres Gymnasiums. Mit unterschiedlichen Aktionen und Angeboten zur Leseförderung wollen wir Lesefreude bei unseren Schülerinnen und Schülern wecken, um Lesekompetenzen zu vermitteln. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern Spaß und Freude am Lesen zu vermitteln, denn nur wer gerne liest, liest auch gut.
Dabei werden  auch fächerübergreifende Aspekte berücksichtigt, denn gelesen wird nicht nur im Deutschunterricht, sondern eine gute Lesekompetenz ist die Basis für ein erfolgreiches Lernen in allen anderen Fächern.
Für die Leseförderung stehen an unserer Schule folgende Einrichtungen und Materialien bereits zur Verfügung: Neben der Schulbibliothek und der Mediathek gibt es auch in den einzelnen Klassen der Erprobungsstufe teilweise Klassenbüchereien im Klassenzimmer. Hier können sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig ihre Kinder- und Jugendbücher ausleihen. Darüber hinaus verfügen auch  einzelne Klassenzimmer über Nachschlagewerke und wechselnde Sachbücher zu den jeweils aktuellen Unterrichtsthemen. Der weitere Ausbau an Klassenbibliotheken ist angedacht und wünschenswert.
Autorenbegegnungen
Autorenlesungen finden an unserer Schule regelmäßig mit großem Erfolg statt und werden auch zukünftig als wünschenswert angesehen. Da solche Veranstaltungen jedoch mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden sind, sind wir auch auf Unterstützung angewiesen. In den letzten Jahren wurden uns Lesungen mit Sally Perel ermöglicht und der Förderverein unserer Schule hat im Frühjahr 2013 eine Autorenlesung mit Margot Friedländer unterstützt. Darüber hinaus nimmt unsere Schule regelmäßig an Autorenlesungen teil, die seitens des Kulturbüros der Stadt Oberhausen angeboten werden.

„Antolin“

Die Schule verfügt über eine Schullizenz für dieses Leseförderprogramm, das von einzelne Kolleginnen und Kollegen bereits regelmäßig genutzt wird. Mit Hilfe dieses fächerübergreifenden Programms können sich die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler von zu Hause aus anmelden und ihre individuellen Vorlieben für bestimmte Kategorien des Lesens auswählen. Jede Schülerin und jeder Schüler erhält ein eigenes Passwort, mit dem er sich einen internen Zugang zu diesem online-Programm verschaffen kann. Darüber hinaus kann das Programm auch zur Bearbeitung einer gemeinsam im Unterricht gelesen Lektüre verwendet werden.

Teilnahme an verschiedenen Projekten im Bereich der Leseförderung

  • Teilnahme an der Aktion der Stiftung Lesen zum Welttag des Buches am 23. April eines jeden Jahres: „Ich schenk dir eine Geschichte“ (5. Jahrgangsstufe)
  • Leseförderung und Medienerziehung mit der Aktion der Stiftung Lesen „Zeitschriften in die Schulen“   (5.-  8. Jahrgangsstufe)
  • Fächerübergreifendes Lesekompetenz-Training für die Jahrgangsstufe 5: 5- Schritt – Lesemethode
  • Teilnahme am Bundesweiten Tag des Vorlesen der Stiftung Lesen im November eines jeden Jahres in der Jahrgangstufe 5
  • Teilnahme an Vorlesewettbewerben in der gesamten Jahrgangstufe 6
  • Teilnahme am ZEUS-Projekt in der gesamten Jahrgangstufe 7
  • Teilnahme am „ZEIT“-Projekt in einzelnen Kursen der Sekundarstufe I

Lese-Club

Am 4. September 2014 wurde am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Kooperation mit der Schulbibliothekarische Arbeitsstelle der Stadt Oberhausen (sba) und mit der Stiftung Lesen einer von bundesweit 230 gegründeten Leseclubs eröffnet: „Die lesenden Steine“.
Der Leseclub findet regelmäßig dreimal pro Woche in unserer Schulbibliothek statt und verfügt mit mehr als 3000 Medien, die sich aus Büchern, Hörbüchern, Filmen, Spielen und Apps zusammensetzen, über ein reichhaltiges Angebot zur Leseförderung.  Darüber hinaus stehen den Schülerinnen und Schülern ein PC-Arbeitsplatz, eine Dokumenten-kamera, ein iPad, ein DVD-Player, ein Aufnahmegerät, eine Digitalkamera und ein Monitor zur Verfügung, sodass in diesen AG- Stunden die Möglichkeiten, sich mit Literatur zu beschäftigen, in vielfältiger Art und Weise kreativ und spielerisch umgesetzt werden können. Die Arbeit des Leseclubs im Bereich der Leseförderung beschränkt sich dabei jedoch nicht nur auf unsere Schülerschaft. Der Leseclub ist inzwischen fester Bestandteil der Leseförderung im Stadtteil Sterkrade, sodass auch Schülerinnen und Schüler einer benachbarten Grundschule und einer Realschule regelmäßig an den AG- Stunden teilnehmen und professionell betreut und intensiv gefördert werden.

Materialien zur Leseförderung

Für die Leseförderung stehen in den einzelnen schulinternen Einrichtungen unterschiedliche Materialien zur Verfügung. Darüber hinaus verfügen die einzelnen Fremdsprachenfächer und das Fach Deutsch über fachspezifische Förder-materialien.

Kooperation mit der Stadtteilbibliothek Sterkrade

Unsere Schülerschaft nimmt regelmäßig an Angeboten und Literaturlesungen der Stadtteilbibliothek Sterkrade teil. Auch die Leseförderung im Rahmen des Projekts „Sommer-Leseclub“ wird von  unserer Schülerschaft regelmäßig in den Sommerferien genutzt. Darüber hinaus beteiligen wir uns am Sterkrader „Lesesommer“ und besuchen in der Jahrgangstufe 5 mit Klassen die Stadtteilbibliothek. Alle Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, sich einen Büchereiausweis ausstellen zu lassen. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe können darüber hinaus in ihren Freistunden die dort angebotenen Lernräume und Lernzentren nutzen.

 

Unsere Schule

Freiherr neu

Das Freiherr vom Stein Gymnasium liegt in Oberhausen-Sterkrade am Rand des Volksparks. Die Schulgebäude an der Wilhelmstraße sind umgeben von Grün. Der Altbau ist die Keimzelle dieser Schule und steht unter Denkmalschutz. Nach der Renovierung der Aula und vor allem des markanten Turms erstrahlt der Bau wieder in neuem Glanz und ist ein Wahrzeichen des Stadtteils. Der sogenannte "Neubau" ist ein Anbau, der in den 70er Jahren errichtet wurde und neben zahlreichen Klassenräumen die naturwissenschaftlichen Fachräume, die Fachräume Kunst und die neuerbaute Schulmensa beherbergt. Das neue Oberstufenzentrum und der Pavillon befinden sich auf der anderen Seite der Wilhelmstraße, dahinter liegt auch der Schulgarten.

Zur Schule gehören zwei Sporthallen. Neben der alten Turnhalle an der Wilhelmstraße befindet sich auf der dem Volkspark zugewandten Seite die Günther-Stolz-Halle, eine Dreifachhalle, die auch von den Nachbarschulen und von örtlichen Vereinen genutzt wird. Komplett renoviert ist das angrenzende Stadion Sterkrade, das mit dem Rasenplatz und der Laufbahn mit der Möglichkeit elektronischer Zeitmessung ein Zentrum für Leichtathletik bietet.

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