Im Mittelpunkt der schulischen Aktivität steht auch bei den Lernprozessen die individuelle Schülerpersönlichkeit mit ihren fachlichen, sozialen, methodischen und musisch-künstlerischen Kompetenzen. Hierzu gehört der Erwerb einer medialen Kompetenz durch einen aktiven Umgang mit den Anforderungen und Möglichkeiten, aber auch mit den Grenzen und Problemen moderner Informations- und Kommunikationstechnologien. Unser Leitgedanke hierbei ist ein selbstständiger, selbstverständlicher, qualifizierter Umgang mit sämtlichen Medien, nicht nur mit den - mittlerweile nicht mehr ganz so neuen - elektronischen Medien.

Dabei werden Kritik- und Urteilsfähigkeit im Umgang mit den Problemen und Gefahren von Medien (Datenschutz, Facebook &Co...) thematisiert: Lernen mit Medien - Lernen über Medien.
Auch die Pflege klassischer Medien und die Nutzung der Schulbibliothek und der Mediathek gehören dazu.
Die Vielfalt der Medien endet aber nicht am Computer oder mit dem iPhone. Das selbständige Arbeiten mit dem klassischen Medium "Buch" bzw. "Text" bleibt integraler Bestandteil der Medienbildung. Hierzu wurden für die Schülerschaft die Schulbibliothek und die Mediathek eingerichtet und beide werden kontinuierlich weiter ausgebaut. Die Mediathek ist inhaltlich wie auch räumlich direkt mit der Medienecke der Sekundarstufe II verbunden, die Computerarbeitsplätze für eigenständiges Arbeiten der Schülerinnen und Schüler ebenso wie hierzu erforderliches Basismaterial (z. B. Präsentationssoftware, Internetzugang, Digitale Bibliothek) bereitstellt.
Die Schulbibliothek wendet sich in erster Linie an die jüngeren Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I, um den Zugang zum Buch, zum Hörbuch oder auch zum Film auf- oder auszubauen.

Lernen mit Medien

"Eine zeitgemäße Lernkultur setzt voraus, dass Schülerinnen und Schüler sich aktiv und selbstständig Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten aneignen. Dies erfordert geeignete Lern-Methoden, angemessene Lern-Räume und motivierende Lern-Mittel.
Sechs Lerntätigkeiten sind geeignet, um den Schülerinnen und Schülern eine aktive, individuelle und eigenverantwortliche Beschäftigung mit den jeweiligen Lerninhalten zu ermöglichen und dabei inhaltliche und methodische Kompetenzen zu erwerben." (Quelle: Medienberatung NRW: http://www.medienberatung.schulministerium.nrw.de/ lernenmitmedien/default.htm)

Recherchieren und Kooperieren:

Zentrales Medium moderner Recherche ist das Internet, ergänzt durch die Medienecke sowie fachbezogenes Material aus den Fachbereichen: Lernsoftware, Computer- Algebrasysteme. Darüber hinaus ermöglichen E-Mail-Kontakte, LoNet2 und der Moodle-Server eine Kooperation auch über den Unterricht hinaus.

Produzieren und Präsentieren:

Video-Filme und Multimedia-Anwendungen sind durch moderne Medien einfacher zu realisieren, sodass weniger technische und mehr inhaltliche Dimensionen in das Blickfeld rücken können. Moderne Präsentationstechniken (z. B. PowerPoint) sind zentraler und integraler Bestandteil von Unterricht geworden.

Strukturieren und Reflektieren:

Gefördert - und auch eingefordert - werden diese Tätigkeiten durch kooperative Lernsituationen. Ziel unserer Medienplanung ist es, alle diese Bereiche zu fördern und tagesaktuell auszubauen. In den Fachkonferenzen werden die inhaltlichen Ziele, die diese Lerntätigkeiten mit Leben füllen, festgelegt. Sie sind in den Richtlinien der einzelnen Fächer in Form von Methodenkompetenzen formuliert. Die einzelnen Fachbereiche stimmen sich entsprechend ab, legen verbindliche aktuelle und zukünftige Strategien fest und regeln diese autonom.

Lernen über Medien

Lernen über Medien beinhaltet den Erwerb von Medienkompetenz in Form von bewusster Anwendung von vor allem elektronischen Medien sowie kritischer Reflexion darüber. Hierzu gehört es, Medienangebote sinnvoll und Kriterien bezogen auszuwählen und zu nutzen, den Prozess der Mediengestaltung zu verstehen und zu bewerten und dabei auch die Bedingungen der Medieneinflüsse, -produktion und -verbreitung transparent zu machen.
Dieses erfordert Unterrichtsreihen, z. B. in den Naturwissenschaften, die die technischen Dimensionen moderner Kommunikationstechnologien aufzeigen, sowie in den Gesellschaftswissenschaften, um über deren Risiken und Gefahren zu reflektieren. Aktuelle Projekte zu überfachlicher Medienarbeit sind beispielsweise die Projektkurse. Der Projektkurs Psychologie soll im Kontext „Neuer Medien“ Projektionsfläche für konkrete und aktuelle Fragen der Schülerinnen und Schüler sein, die zur wissenschaftlichen und medienkritischen Auseinandersetzung herausfordern.

MINT-Klassen: Die Schulprogrammgruppe MINT plant auf der Basis der vorhandenen technischen Infrastruktur und Möglichkeiten ihre überfachlichen Themen und Inhalte.

Arbeitsgemeinschaften, wie z. B. Homepage-AG, AG Netzwerk-Administration oder Foto-AG beschäftigen sich mit unterschiedlichen Aspekten moderner elektronischer Medien.

Partnerschulen: Die Kooperation mit unseren europäischen und außereuropäischen Partnerschulen geschieht in vielen Teilbereichen auf der Basis moderner Kommunikationstechnik (Internet, Multimedia- Anwendungen, Video-Filme, E-Mail-Kontakte usw.).

Projekt Medienscouts: Dieses Projekt ist eine Bildungsinitiative zur Medienerziehung von Kindern und Jugendlichen mit dem Ziel, sie für den kritischen Umgang mit den Medien zu sensibilisieren und sie zu einem selbstbestimmten Umgang mit diesen zu befähigen.
Für die Zukunft streben wir eine weitere Verflechtung fachbezogener Medienkompetenzen zu einem ganzheitlichen Konzept an.

Ausstattung:

Die Arbeit mit Medien setzt voraus, dass für diese einzelnen Prozesse und Lernbereiche geeignete Hilfsmittel in genügender Anzahl zur Verfügung stehen.
Unser Leitgedanke ist hierbei ein ganzheitlicher, multimedialer Unterricht, der den Forderungen der neuen Kernlehrpläne entspricht. Die Verfügbarkeit von Rechnern, Projektoren (Beamer) und Recherchemöglichkeiten (Internet) in allen Klassenräumen ist uns wichtig. Aber auch analoge Medien, wie z. B. Tafel, OH-Projektor, CD-Player sind weiterhin unverzichtbar.

Wir streben möglichst einheitliche Arbeitsbedingungen für Schülerinnen und Schüler sowie Unterrichtende an allen Rechnerarbeitsplätzen, einschließlich der Anbindung an das Internet an:
Diese Leitgedanken prägten die bisherigen und prägen zukünftige Anschaffungen. Der stetige Prozess von Neuanschaffungen, für die im Wesentlichen der Schulträger zuständig ist, gelingt nur schrittweise.

Derzeit steht folgende Ausstattung zur Verfügung:

  • Tafel und OH-Projektor als Grundausstattung für alle Klassen-, Fach- und Kursräume, zusätzlich CD-Player in allen Klassenräumen, fahrbare Video-Einheiten auf allen Etagen
  • Allgemeine Verfügbarkeit der PC-Räume für Klassen und Kurse
  • Medienecken mit mehreren Arbeitsplätzen auf Initiative von Fachschaften (derzeit in folgenden Bereichen: Biologie, Physik, Chemie, Geschichte, Erdkunde)
  • Alternativ und/oder ergänzend Notebooks und fest installierte Beamer in ausgewählten Fachräumen (derzeit alle naturwissenschaftlichen Fachräume, Geschichte, Erdkunde, Musik, Informatik)
  • Mobile Einheiten in Form von Notebook, Beamer und Dokumentenkamera für den Einsatz in Klassenräumen
  • Activeboards bzw. Smartboards
  • Medienraum für die Sekundarstufe II (in Verbindung mit der Mediathek)
  • Arbeitsplätze für Lehrerinnen und Lehrer


An dieser Stelle sei vor allem und in besonderem Maße dem Förderverein unserer Schule gedankt, der in den letzten Jahren Anschaffungen in dieser Vielfalt ermöglicht hat.
Diese Bestandsaufnahme zeigt auf, dass nur ein Teil der benötigten Infrastruktur in angemessener Anzahl und Güte vorhanden ist, um die Leitgedanken in alltäglicher Praxis umzusetzen. Wir wollen uns in folgenden Bereichen weiterentwickeln:

  • Schnelle Netzanbindung aller Unterrichtsräume, auch mit WLAN und damit verbunden, ein zeitnaher weiterer Ausbau der Vernetzung in allen Schultrakten sowie eine Zugänglichkeit mit hinreichend vielen Schulrechnern (Notebook/Tablet).
  • Audiovisuelle Ausstattung für alle Klassenräume: interaktive Ultrakurzdistanz-Beamer, Audio fest installiert, Anschluss beliebiger Rechner oder Notebooks/Tablet (schuleigen, Unterrichtende, auch SuS BYOD), einfacher Anschluss per Funk/WLAN)
  • Wichtig: Minimale Rüstzeiten vor und nach dem Unterricht; Dokumentenkameras als Ergänzung
  • Notebookwagen im Bereich der Naturwissenschaften (Neubau 2.+ 3. Etage)
  • Kurzfristig mehr mobile Rechner/Koffer in der Übergangszeit (Notebook/Tablet…); der Bedarf wird dann mit der Verfügbarkeit des oben beschriebenen Equipments in den Klassenräumen sinken.
  • Multimediale Infrastruktur nach fachspezifischem Bedarf: z. B. Anschaffung von zur Erfüllung der Lehrpläne erforderlicher oder empfohlener Software durch den Schulträger, z. B. auch Mobile Einheit (Beamer, Notebook, Audio) für Bewegungsanalysen im Fach Sport.
  • Ausweitung der multimedialen Möglichkeiten auch in der Mediathek durch geeignete Arbeitsplätze zum eigenständigen und eigenverantwortlichen Arbeiten.
  • Aktive Tafeln (Activeboards/Smartboard) können dann effektiv eingesetzt werden, wenn sie unabhängig von Zeit und Raum kontinuierlich für Unterricht und nicht nur sporadisch/buchbar zur Verfügung stehen. Es besteht daher ein großer Bedarf nach weiteren Geräten und verfügbaren Räumlichkeiten.
  • Schulinterne Medienserver

Vorbereitung der Lehrer

Neue Technologien bedeuten auch für die Lehrerinnen und Lehrer neue Herausforderungen und Aufgabenfelder. Unsere Lehrkräfte erhalten dabei Unterstützung in Form von:

  • Fachbezogene Fortbildungen, z. B. der Fachschaft Mathematik zu den Themen Dynamische Geometriesoftware "Euklid DynaGeo" bzw. "GeoGebra", GTR + TI-Nspire“.
  • Schulinterne Fortbildungen zur Software "Active Inspire" sowie eine Einführung in den Einsatz der angeschlossenen Rechner und der installierten Basissoftware.

Resümee

Die Verwendung klassischer Tools (z. B. Textverarbeitungs- und Präsentationssoftware, Internet) ist somit integraler Bestandteil von Unterricht und Unterrichtsplanung. Es bleibt spezielle Aufgabe der Fachkonferenzen, fachspezifische Lernsoftware zu begutachten, ggf. anzuschaffen und deren Einführung vorzubereiten, sowie Unterricht zum Thema "Lehren mit Medien - Lehren über Medien" zu initiieren.
Wir sind optimistisch, damit gut für die medialen Herausforderungen der nahen Zukunft gerüstet zu sein, aber auch kritisch genug, dieses immer wieder zu überprüfen.

 

Unsere Schule

Freiherr neu

Das Freiherr vom Stein Gymnasium liegt in Oberhausen-Sterkrade am Rand des Volksparks. Die Schulgebäude an der Wilhelmstraße sind umgeben von Grün. Der Altbau ist die Keimzelle dieser Schule und steht unter Denkmalschutz. Nach der Renovierung der Aula und vor allem des markanten Turms erstrahlt der Bau wieder in neuem Glanz und ist ein Wahrzeichen des Stadtteils. Der sogenannte "Neubau" ist ein Anbau, der in den 70er Jahren errichtet wurde und neben zahlreichen Klassenräumen die naturwissenschaftlichen Fachräume, die Fachräume Kunst und die neuerbaute Schulmensa beherbergt. Das neue Oberstufenzentrum und der Pavillon befinden sich auf der anderen Seite der Wilhelmstraße, dahinter liegt auch der Schulgarten.

Zur Schule gehören zwei Sporthallen. Neben der alten Turnhalle an der Wilhelmstraße befindet sich auf der dem Volkspark zugewandten Seite die Günther-Stolz-Halle, eine Dreifachhalle, die auch von den Nachbarschulen und von örtlichen Vereinen genutzt wird. Komplett renoviert ist das angrenzende Stadion Sterkrade, das mit dem Rasenplatz und der Laufbahn mit der Möglichkeit elektronischer Zeitmessung ein Zentrum für Leichtathletik bietet.

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