Das Lernen in Projekten bedeutet ein handlungsorientiertes, problemorientiertes und schülerorientiertes Lernen, das auch jahrgangsübergreifend durchgeführt werden kann. Dabei stehen auch die Förderung der Teamfähigkeit, der Kreativität, der Eigenver-antwortung und das gemeinschaftliche Handeln bei der problemorientierten Herangehensweise im Fokus.

 

Wir praktizieren daher drei Organisationsformen des Arbeitens in Projekten und Arbeitsgemeinschaften
 

  • Singuläre Projekte, die zu aktuellen Themen oder besonderen Anlässen durchgeführt werden: Europatag, Europadebatte, Gedenktage zu historischen Ereignissen, Autorenlesungen und Informationsveranstaltungen zu sozialen Themen, beispielsweise „Dein Tag für Afrika“, „Weißrussland- Spendenaktion“
  • Kontinuierlich angebotene Arbeitsgemeinschaften, die regelmäßig und über einen längeren Zeitraum einen Beitrag zur Erweiterung unseres Lernangebots leisten und ebenso zu einer größeren Identifikation mit der Schule und zum schulischen Zusammenleben führen.
  • Projekttage und Projektwochen


Die Projektwoche am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ergänzt am Ende des Schuljahres das Lernen in Projekten (z. B. „Cybermobbing“, „Mein Tag für Afrika“ u. a.), das während des Schuljahres parallel zum Unterricht verläuft. Der Termin – die letzte Schulwoche vor den Sommerferien – ist bewusst gewählt worden, da es zu diesem Zeitpunkt allen Klassen (außer denen der Jahrgangsstufe 5, die im Sinne des sozialen Lernens auf ihrer ersten Klassenfahrt sind) möglich ist, an den Projekten teilzunehmen. Zu diesem Zeitpunkt sind bereits alle Klassenarbeiten und Klausuren geschrieben, sodass keine Lernbelastung mehr für die Schülerinnen und Schüler besteht. Darüber hinaus bildet die Projektwoche aufgrund ihrer Konzeption (drei Tage Projektarbeit und ein Tag Präsentationen der Arbeiten für alle Schülerinnen und Schüler sowie eingeladene Gäste wie Angehörige u. a.) den Schuljahresausklang für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Von einem Oberthema für die Projektwoche wurde bewusst abgesehen. Verschiedene Assoziationen zu unserer Schule in Form eines Akrostichons dienen als Ideengeber für die einzelnen Projekte der Projektwoche. So ist unser Gymnasium eine faire Schule, wir sind MINT-Schule, Teilnehmer der Junior-Ingenieur-Akademie, durch die verschiedenen Chöre und Combos musikalisch-kreativ, nehmen an verschiedenen sportlichen Wettkämpfen teil. Deshalb bieten sich hierdurch bereits einige Parallelen zu den Projekten an.
Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit aus über 30 verschiedenen Projektangeboten zu wählen. Ziel dabei ist zum einen, den Wünschen, Fähigkeiten und dem Engagement der Schülerinnen und Schüler nachzukommen. Zum anderen soll die Möglichkeit geschaffen werden, jahrgangsstufenübergreifend zu arbeiten. Das System soll repetierbar sein, sodass die Projekte über einen vorher bestimmten Zeitraum angeboten werden können (z. B. in drei aufeinander folgenden Jahren, dann erfolgt ein Wechsel der Projekte). Dadurch haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, Projekte erneut anzuwählen, falls sie sie im Vorjahr nicht belegen konnten.
Die jüngeren Schülerinnen und Schüler profitieren von der Zusammenarbeit mit den Schülerinnen und Schülern älterer Jahrgänge, indem sie durch diese Unterstützung erfahren, von ihnen lernen können und sich wertgeschätzt fühlen. Dieser Profit ist wechselseitig. So können die älteren Schülerinnen und Schüler ihr Wissen an jüngere weitergeben, übernehmen Verantwortung und wechseln ihre Perspektive in Bezug auf die jüngeren Jahrgänge. Dabei werden sie durch die engagierten Kolleginnen und Kollegen  unterstützt, die ihnen als Projektleiter/innen, Ideengeber/innen, Ansprech-partner/innen und/ oder Organisatoren/innen zur Seite stehen.
Ziel des jahrgangsstufenübergreifenden Arbeitens ist die Förderung des Wohlbefindens an unserer Schule und die Stärkung des sozialen Zusammenhalts sowie das Ausbauen von Kenntnissen sowie Fähigkeiten und Fertigkeiten aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch die über den Regelunterricht hinausgehende Horizonterweiterung.
Viele Projekte werden durch außerschulische Partner unterstützt und an außerschulischen Lernorten durchgeführt, wodurch die Erfahrungswelt „Schule“ sich für die Schülerinnen und Schüler vergrößert und das Arbeiten motivational gefördert wird.
Positiv herauszustellen ist auch, dass es die Projektwoche ermöglicht, interdisziplinär zu arbeiten. Die Schülerinnen und Schüler können ihren Neigungen gemäß Projekte anwählen, die u. U. nicht nur Inhalte abdecken, für die im Unterricht keine Zeit bleibt oder die laut Lehrplanvorgaben nicht vorgesehen sind, sondern erarbeiten sich z. B. auch Wissen in anderen Feldern, die durch den Regelunterricht nicht abgedeckt werden können. Hierbei ist zu erwähnen, dass die Projektwoche keinen Ersatz für den Regelunterricht darstellt und dass sich die Inhalte nicht mit dem Inhalt des Regelunterrichts decken, sondern Weiterführungen und neue Themenbereiche darstellen können oder sich letztlich nur der Methodik bedienen.
Die Projekte der Projektwoche gehen somit weit über die Inhalte und Abläufe des Regelunterrichts hinaus.

Unsere Schule

Freiherr neu

Das Freiherr vom Stein Gymnasium liegt in Oberhausen-Sterkrade am Rand des Volksparks. Die Schulgebäude an der Wilhelmstraße sind umgeben von Grün. Der Altbau ist die Keimzelle dieser Schule und steht unter Denkmalschutz. Nach der Renovierung der Aula und vor allem des markanten Turms erstrahlt der Bau wieder in neuem Glanz und ist ein Wahrzeichen des Stadtteils. Der sogenannte "Neubau" ist ein Anbau, der in den 70er Jahren errichtet wurde und neben zahlreichen Klassenräumen die naturwissenschaftlichen Fachräume, die Fachräume Kunst und die neuerbaute Schulmensa beherbergt. Das neue Oberstufenzentrum und der Pavillon befinden sich auf der anderen Seite der Wilhelmstraße, dahinter liegt auch der Schulgarten.

Zur Schule gehören zwei Sporthallen. Neben der alten Turnhalle an der Wilhelmstraße befindet sich auf der dem Volkspark zugewandten Seite die Günther-Stolz-Halle, eine Dreifachhalle, die auch von den Nachbarschulen und von örtlichen Vereinen genutzt wird. Komplett renoviert ist das angrenzende Stadion Sterkrade, das mit dem Rasenplatz und der Laufbahn mit der Möglichkeit elektronischer Zeitmessung ein Zentrum für Leichtathletik bietet.

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