Auf die spannende Reise eines T-Shirts vom Bio-Baumwollfeld in Ostafrika bis zum Ladentisch in Deutschland wurden viele Freiherr-Schülerinnen und Schüler am 22. März entführt. Ehrengast Martin Kluck, Gründer von Kipepeo Clothing, einem fairen Modelabel aus Stuttgart, informierte die interessierten Jugendlichen mit einem Expertenvortrag zur Produktionskette seiner Kleidungsproduktion und zur Entstehungsgeschichte von Kipepeo in der Aula.

Nachhaltigkeit "begeistert"

Das Sozialunternehmen fördert mit seinen Erträgen viele Bildungsprojekte und Schulen im Norden Tansanias und schafft mit den komplett in Ostafrika hergestellten Bio-Produkten viele Arbeitsplätze im für das Land wichtigen Textilsektor. Das alles geschieht unter beeindruckend guten Bedingungen. Die Tansanier erhalten eine Krankenversicherung, tägliche Verpflegung bei gehobenen Sicherheitsstandards und geregelter Arbeitszeit. „Am meisten beigeistert mich an Kipepeo Clothing, dass sämtliche Produktionsschritte nachhaltig erfolgen“, kommentierte Simon Radtke aus der 9f. Diese Tatsache hat dem Sozialunternehmen, neben mehreren Auszeichnungen des Bundespräsidenten, sogar den Erhalt des Jane Goodall Awards 2016 eingebracht - bislang einmalig in Deutschland.

Fair Trade-Lernparcours

Organisiert wurde diese Veranstaltung von der Fair Trade-AG, deren engagierte Teilnehmer zusätzlich einen abwechslungsreichen Lernparcours für die insgesamt 9 teilnehmenden Klassen gestalteten. In diesem informierten sie in selbst gestalteten Kurzvorträgen über diverse Facetten des fairen Handels. "Mit dem Lernparcours wollten wir vor allem unseren jüngeren Mitschülern, aber auch der ganzen Schulgemeinde den fairen Handel als Konsumalternative näherbringen", sagt die AG-Sprecherin Franziska Muthmann (9a). Ein stabiler Mindestpreis für die Hersteller, keine ausbeuterische Kinderarbeit, eine angemessene Bezahlung der Arbeiter, der Verzicht auf umweltschädliche Chemikalien – all das sind wichtige Merkmale fairen Handels.

Persönliche Berichte aus Tansania

Zudem informierten die Jugendlichen über unsere Partnerschule, die Edmund Rice Sinon Secondary School im tansanischen Arusha, die sie mit ihren Einnahmen unterstützen. Hier brachten sich auch alle Teilnehmer an der jüngsten privaten Besuchsreise nach Tansania im Herbst 2017 ein und begeisterten die Besucher mit ganz persönlichen Eindrücken, unter anderem vom Besuch der Kipepeo-T-Shirtproduktion.

AG-Schüler erhalten neue Shirts

Auch Martin Kluck führte zwischen seinen Vorträgen viele persönliche Gespräche und konnte nicht nur in Yakup Temel aus der 5b (siehe Bild) einen neuen großen Fan gewinnen. Denn passend zu seinem Engagement brachte er den Jugendlichen der Fair Trade-AG noch etwas mit: Die Q1-Schülerin Nathalie Dietzel hatte dem schönen Logo der Fair Trade-AG ein erfrischendes Design verpasst. Stolz präsentierten die engagierten Kids nun ihre bestellten fairen AG-Shirts aus Arusha - so schließt sich der Kreis.

Weitere Informationen:
www.kipepeo-clothing.com

Unsere Schule

Freiherr neu

Das Freiherr vom Stein Gymnasium liegt in Oberhausen-Sterkrade am Rand des Volksparks. Die Schulgebäude an der Wilhelmstraße sind umgeben von Grün. Der Altbau ist die Keimzelle dieser Schule und steht unter Denkmalschutz. Nach der Renovierung der Aula und vor allem des markanten Turms erstrahlt der Bau wieder in neuem Glanz und ist ein Wahrzeichen des Stadtteils. Der sogenannte "Neubau" ist ein Anbau, der in den 70er Jahren errichtet wurde und neben zahlreichen Klassenräumen die naturwissenschaftlichen Fachräume, die Fachräume Kunst und die neuerbaute Schulmensa beherbergt. Das neue Oberstufenzentrum und der Pavillon befinden sich auf der anderen Seite der Wilhelmstraße, dahinter liegt auch der Schulgarten.

Zur Schule gehören zwei Sporthallen. Neben der alten Turnhalle an der Wilhelmstraße befindet sich auf der dem Volkspark zugewandten Seite die Günther-Stolz-Halle, eine Dreifachhalle, die auch von den Nachbarschulen und von örtlichen Vereinen genutzt wird. Komplett renoviert ist das angrenzende Stadion Sterkrade, das mit dem Rasenplatz und der Laufbahn mit der Möglichkeit elektronischer Zeitmessung ein Zentrum für Leichtathletik bietet.

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