Wie atme ich eigentlich richtig? Was bewirkt richtige Atmung? Und warum wurde nach richtiger Atmung richtig viel gelacht?

Mit diesen und weiteren Leitfragen beschäftigten sich im Februar 2019 alle Schüler*innen des Jahrgangs 8 für drei Stunden an unterschiedlichen Tagen an der Taiwan Do Akademie Oberhausen.

Bei einem drei stündigen Training kann man schonmal aus der Puste kommen. Um so besser, dass bei Taiwan Do auf die Atmung geachtet wird! Fernab ist es spannend sich mit dieser Profanen Aktivität etwas näher zu beschäftigen, schließlich beginnen und beenden wir unser Leben mit einem Atemzug. Richtig atmen heißt, durch die Nase tief in den Bauch atmen, die Lungen mithilfe von einem lauten Zischen wieder ganz entleeren. Der Körper zeigt bei richtiger tiefer Atmung eine natürliche Reaktion, da der Sauerstofftransport gesteigert ist: das Lachen. In allen Klassen wurde in dieser Phase des Projekts besonders viel gelacht.

Die erste Hürde gilt es direkt nach einer netten Begrüßung am Eingang der Taiwan Do Akademie Oberhausen zu überwinden: Socken ausziehen. Hürde? Ja, eine ganz Große sogar! Bare Füße sind nämlich für viele Menschen, insbesondere pubertierende Jugendliche, ein Tabu. Oft muten wir ihnen eine zu enge oder zu nass/warme Umgebung zu und verlangen ihnen durch unseren Alltag ebenfalls einiges ab. Dafür, dass sie uns ein lebenlang tragen, sollten wir ihnen ebenfalls etwas mehr Luft und freie Atmung verschaffen.

Die Schüler*innen sitzen dann zur Begrüßung im Kreis auf ihren Füßen, die Knie auf den Boden gelegt und die Hände auf den Oberschenkeln oder am Körper anliegend. Die fünf Säulen des Taiwan Do werden dann in Theorie und Praxis geübt. Dabei standen mit wachsender Begeisterung neben den Atemübung, das Aufwärmen des Herz-Kreislaufsystems, Haltungsübungen - sowohl innere als auch äußere- , Drehgymnastik und Dehnung im Vordergrund. Die Aufgaben hatten folgende Ziele: ein Bewusstsein für die körperliche und geistige Gesundheit entwickeln, ein ganzheitliches Gleichgewicht herstellen und sich in der Gemeinschaft in Bewegung erleben. Dazu sollten sich unsere Schüler*innen ganz einfach den Herausforderungen des heutigen Tages stellen, damit jeglichen Ausreden und Auswegen die kalte Schulter zeigen. Die Fokussierung auf die körperliche und vor allem mentale Stärke sorgte am Ende des jeweiligen Projekttages für eine Überleitung zu einer Fragerunde geführt durch unsere Schüler*innen zu allgemeinen alltäglichen Thematiken im Jugendalter.

Das Projekt „Taiwan Do“ bot unseren Schüler*innen die Möglichkeit, in eine komplett neue Sportart einzutauchen und deren Zielsetzung mit dem besonderen Augenmerk der Persönlichkeits- und Charakterschulung kennenzulernen.

 

Verfasser*in T. Alaca & S. Müller

 

Unsere Schule

Freiherr neu

Das Freiherr vom Stein Gymnasium liegt in Oberhausen-Sterkrade am Rand des Volksparks. Die Schulgebäude an der Wilhelmstraße sind umgeben von Grün. Der Altbau ist die Keimzelle dieser Schule und steht unter Denkmalschutz. Nach der Renovierung der Aula und vor allem des markanten Turms erstrahlt der Bau wieder in neuem Glanz und ist ein Wahrzeichen des Stadtteils. Der sogenannte "Neubau" ist ein Anbau, der in den 70er Jahren errichtet wurde und neben zahlreichen Klassenräumen die naturwissenschaftlichen Fachräume, die Fachräume Kunst und die neuerbaute Schulmensa beherbergt. Das neue Oberstufenzentrum und der Pavillon befinden sich auf der anderen Seite der Wilhelmstraße, dahinter liegt auch der Schulgarten.

Zur Schule gehören zwei Sporthallen. Neben der alten Turnhalle an der Wilhelmstraße befindet sich auf der dem Volkspark zugewandten Seite die Günther-Stolz-Halle, eine Dreifachhalle, die auch von den Nachbarschulen und von örtlichen Vereinen genutzt wird. Komplett renoviert ist das angrenzende Stadion Sterkrade, das mit dem Rasenplatz und der Laufbahn mit der Möglichkeit elektronischer Zeitmessung ein Zentrum für Leichtathletik bietet.

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