Ende Februar 2019 fuhren 46 Schülerinnen und Schüler des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums gemeinsam mit Herrn Göttfert, Frau Ruthert, Frau Schmedeshagen und Herrn Schleck nach Auschwitz und Krakau, um die Gedenkstätte Auschwitz / Birkenau zu besuchen. In diesem Jahr wurde die 5 tägige Fahrt in Kooperation mit der „Stätte der Begegnung“ in Vlotho durchgeführt, was auch so seltene Gelegenheiten eröffnete, eine Überlebende von Auschwitz treffen zu dürfen und mit ihr zu sprechen. In Krakau erzählte Lydia Maksymowicz, die als Fünfjährige die medizinischen Experimente von Josef Mengele überlebte, aus der Zeit im Lager und gab sehr persönliche Einblicke in ihr Empfinden und weiteres Leben. Die Sicht eines Menschen auf das Leben, der eine solche extreme Erfahrung in diesem machen musste, faszinierte die Schülerinnen und Schüler, regte zum Nachdenken und Gespräch mit ihr an. Zuvor hatte sich die Gruppe 2 Tage lang die beiden Lagerteile Auschwitz und Birkenau jeweils einen Tag lang angesehen und wurden von den Guides mit einer unglaublichen Fülle von Details und Hintergrundwissen versorgt. Zudem fanden thematische Workshops statt, so dass man in Gesprächen während der Fahrt immer wieder die vertiefte Auseinandersetzung mit dem weiten Themenkreis „Holocaust“ hören konnte. Ein weiteres Highlight für einen Teil der Gruppe war die Begegnung mit polnischen Schülerinnen und Schülern, mit denen gelacht, diskutiert und gemeinsam über das deutsch-polnische Verhältnis, deutsch-polnische Vorurteile und die Bedeutung des Nationalsozialismus gesprochen wurde. Die Stimmung und Sympathie waren so gut, bzw. hoch, dass wir am nächsten Tag zu einem spontanen Schulbesuch eingeladen wurden. Auf diese Weise konnte die Gruppe auch das Land Polen und seine Menschen besser kennen lernen und Eindrücke erhalten, die man als Tourist eher selten bekommt. Am letzten Tag besuchte die Gruppe noch die ehemalige Fabrik Oskar Schindlers und konnte auf einer Stadtrally Krakau kennen lernen, in der auch freie Zeit blieb, um diese auf eigene Faust zu erkunden.

Am Ende fuhren 46 sehr erschöpfte, aber auch begeisterte und beeindruckte Jugendliche nach Oberhausen zurück, die das Grauen in Auschwitz und dessen Überlieferung nun mit eigenen Gedanken und Empfindungen weitergeben können, die einen tieferen Einblick in die Geschichte, das Verhalten von Menschen und ein fremdes Land bekommen haben.

Christian Schleck

 

Unsere Schule

Freiherr neu

Das Freiherr vom Stein Gymnasium liegt in Oberhausen-Sterkrade am Rand des Volksparks. Die Schulgebäude an der Wilhelmstraße sind umgeben von Grün. Der Altbau ist die Keimzelle dieser Schule und steht unter Denkmalschutz. Nach der Renovierung der Aula und vor allem des markanten Turms erstrahlt der Bau wieder in neuem Glanz und ist ein Wahrzeichen des Stadtteils. Der sogenannte "Neubau" ist ein Anbau, der in den 70er Jahren errichtet wurde und neben zahlreichen Klassenräumen die naturwissenschaftlichen Fachräume, die Fachräume Kunst und die neuerbaute Schulmensa beherbergt. Das neue Oberstufenzentrum und der Pavillon befinden sich auf der anderen Seite der Wilhelmstraße, dahinter liegt auch der Schulgarten.

Zur Schule gehören zwei Sporthallen. Neben der alten Turnhalle an der Wilhelmstraße befindet sich auf der dem Volkspark zugewandten Seite die Günther-Stolz-Halle, eine Dreifachhalle, die auch von den Nachbarschulen und von örtlichen Vereinen genutzt wird. Komplett renoviert ist das angrenzende Stadion Sterkrade, das mit dem Rasenplatz und der Laufbahn mit der Möglichkeit elektronischer Zeitmessung ein Zentrum für Leichtathletik bietet.

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