Wir schaffen auf 2500 Quadratmetern ein Paradies für Tiere und Pflanzen

Wer in den vergangenen Tagen am Schulgarten des Freiherr-vom-Stein Gymnasiums vorbei ging, hat wahrscheinlich nicht schlecht gestaunt. Ständig waren Schüler und Schülerinnen aller Jahrgangsstufen damit beschäftigt, Sträucher zu schneiden, Beete anzulegen, die Trockenmauer zu restaurieren, den Rasen zu mähen und Nistkästen aufzuhängen. Manch einer stand sogar kniehoch im Gartenteich, um das eingefallene Laub zu keschern. Die Biologielehrerin Frau Dr. Naß erklärt den außergewöhnlichen Einsatz der Schülerinnen und Schüler: „Unser Schulgarten lag länger im Dornröschenschlaf, weil Brombeeren große Flächen überwuchert hatten. Im Winter wurden die Sträucher auf Veranlassung der Schulleitung dezimiert und die Teichanlage restauriert. Es war nicht schwer, Schüler und Schülerinnen dafür zu begeistern, die seit 1978 bestehende Gartenanlage wieder in Schuss zu bringen“. Und so tauschten in der letzten Woche viele Klassen und Kurse das Buch und den Stift gegen Schubkarre und Spaten ein und arbeiteten unter dem Motto „Freiherr for Future“ aktiv für den Umweltschutz vor der eigenen Haustüre.

Der Funke sprang schnell auf die gesamte Schulgemeinschaft über. Eltern spendeten Werkzeug und einen Rasenmäher, die Schulleitung stellte eine Sitzgruppe zur Verfügung und engagierte Kolleginnen und Kollegen packten in ihrer Freizeit tatkräftig mit an.  Der Ehemaligenverein der Schule sagte außerdem eine großzügige Spende zu, von der im nächsten Jahr ein Hochbeet für den Gemüseanbau gebaut werden soll.

Die stellvertretende Schulleiterin, Sabine Schmidt-Rosner, betont den besonderen Wert des Schulgartens: „Unser naturnaher Schulgarten ist mit seiner Dimension in der Oberhausener Schullandschaft einmalig.  Wir möchten dieses ökologische Kleinod erhalten, um unseren Schülerinnen und Schülern eine Naturerfahrung vor Ort zu ermöglichen und den Biologieunterricht praxisnah zu gestalten. Ohne finanzielle Mittel geht das natürlich nicht. Wir sind daher dabei, Fördermittel zu beantragen und Spendenanfragen zu stellen“.

Nach den Sommerferien geht es also weiter. Bei der Errichtung eines Hochbeets und dem Anlegen von Gartenwegen werden wieder viele junge Naturschützer dabei sein. Die Garten AG trifft sich jeden Dienstag um 13 Uhr. Interessierte Gäste sind jederzeit willkommen.