Schüler üben Wiederbelebungsmaßnahmen

Im Notfall aktiv werden und Hemmschwellen überwinden: In einer gemeinsamen Aktion des Katholischen Klinikums Oberhausen und dem Freiherr-von-Stein Gymnasium wurden die Schüler der 7., 8. und 9. Klassen theoretisch und praktisch in Wiederbelebungsmaßnahmen ausgebildet.

„Prüfen, Rufen, Drücken“ lautet die lebensrettende Devise. Prüfen, ob die Person noch atmet. Unter der Notrufnummer 112 den Rettungsdienst rufen. Mindestens 100 Mal pro Minute in der Mitte des Brustkorbs drücken und nicht aufhören, bis Hilfe eintritt. „Bei einem Herzstillstand zählt jede Sekunde, daher möchten wir so früh wie möglich für das Thema sensibilisieren“, betont Dr. med. Ludger Karl, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin. „Denn jeder kann in die Situation geraten, Ersthelfer zu sein. Daher sollten Lebensrettende Maßnahmen nicht erst dann zum Thema werden, wenn eine Notsituation eintritt oder der Führerschein ansteht.“ Nach einer theoretischen Einführung durften die Schüler den Ernstfall proben und die Herz-Druck-Massage an den Reanimationspuppen üben. „Eine Herz-Druck-Massage erhöht die Lebenschance enorm, weil sie den Blutkreislauf in Gang hält“, erklärt Anästhesie-Pfleger Andy Kölsch und ermutigt: „Man kann nichts falsch machen, außer gar nicht zu helfen!“ Die Aktion „Ein Leben retten“ ist ein weiterer unverzichtbarer Baustein, um Erste-Hilfe frühzeitig in der Schule zu implementieren. „Mit regelmäßigen Projekten und einem Schulsanitätsdienst, der aus Schülern besteht, sind wir hier bereits sehr engagiert“, berichtet die stellvertretende Schulleiterin Sabine Schmidt-Rosner. Sie freut sich über die durchweg positive Resonanz der teilnehmenden Schüler und Lehrer, die alle mit Begeisterung mitgemacht haben. Es sind Veranstaltungen wie diese, mit denen die Verantwortlichen dazu beitragen, dass der Anteil der Laienreanimationen in Deutschland deutlich steigt.

 

Schulleiter Uwe Bleckmann, die stellvertretende Schulleiterin Sabine Schmidt-Rosner und das Team der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Standort St. Clemens-Hospital unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Ludger Kahl, führten gemeinsam mit den Schulsanitätern des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums durch den Aktionstag. Foto: KKO

 

 

Unsere Schule

Freiherr neu

Das Freiherr vom Stein Gymnasium liegt in Oberhausen-Sterkrade am Rand des Volksparks. Die Schulgebäude an der Wilhelmstraße sind umgeben von Grün. Der Altbau ist die Keimzelle dieser Schule und steht unter Denkmalschutz. Nach der Renovierung der Aula und vor allem des markanten Turms erstrahlt der Bau wieder in neuem Glanz und ist ein Wahrzeichen des Stadtteils. Der sogenannte "Neubau" ist ein Anbau, der in den 70er Jahren errichtet wurde und neben zahlreichen Klassenräumen die naturwissenschaftlichen Fachräume, die Fachräume Kunst und die neuerbaute Schulmensa beherbergt. Das neue Oberstufenzentrum und der Pavillon befinden sich auf der anderen Seite der Wilhelmstraße, dahinter liegt auch der Schulgarten.

Zur Schule gehören zwei Sporthallen. Neben der alten Turnhalle an der Wilhelmstraße befindet sich auf der dem Volkspark zugewandten Seite die Günther-Stolz-Halle, eine Dreifachhalle, die auch von den Nachbarschulen und von örtlichen Vereinen genutzt wird. Komplett renoviert ist das angrenzende Stadion Sterkrade, das mit dem Rasenplatz und der Laufbahn mit der Möglichkeit elektronischer Zeitmessung ein Zentrum für Leichtathletik bietet.

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