Unter der Moderation von Jens Henning Fischer und mit Unterstützung der Stiftung Mercator und der Schwarzkopf-Stiftung lud der Förderverein des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums zum 3. Europa-Tag ein.

Am Samstag, dem 8. November 2014, fand nun schon bereits zum dritten Mal der Europadebattentag in der Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums statt. Die diesjährige Fragestellung der Debatte lautete: Soll die EU aus den Verhandlungen zum TTIP aussteigen?

Die beiden Positionen wurden von jeweils zwei Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 12 vertreten. Auf der Pro-Seite standen Lukas Heck und Nico Kreuder, die Contra-Seite wurde von Patricia Mehlich und Halima Pintol vertreten.
Die Schülerschaft hatte sich zuvor mithilfe eines Workshops der Schwarzkopf-Stiftung intensiv mit dem Thema Europa auseinandergesetzt. Als Einstieg zur Debatte hielten beide Seiten ein Eingangsplädoyer. Die Argumentation der Pro-Seite: Die Verhandlungen der EU zum TTIP seien nicht transparent, sowie eine stattfinde Herabsetzung des Lebensmittelstandards und Verbraucherschutzes, stieß bei den Zuschauern auf breite Sympathie und Zustimmung. Dies bestätigte auch die am Ende stattfinde Abstimmung zur Fragestellung. Trotz guter Argumentation der Contra-Seite – das TTIP führe zu Wirtschaftswachstum, schaffe Arbeitsplätze und etabliere auf weite Sicht eine enge transatlantische Zusammenarbeit und Freundschaft – konnte diese das Publikum weniger überzeugen. Es ließ sich allerdings eine Kompromissbereitschaft feststellen, die sich für Verhandlungen unter mehr Transparenz und Beachtung der Lebensmittel- und Verbraucherstandards aussprach.
Jedoch gab es nicht nur eine hitzige Debatte zwischen den vier Schülern, sondern auch eine rege Beteiligung des Publikums in der offenen Diskussionsphase. Hierbei war auffällig, dass die Zuschauer nicht nur Wert auf die Wirtschaft legten, sondern auch an der Erhaltung von Kultur und Sozialem interessiert waren. Somit war der Tag der Europadebatte auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg!