Mobilitäts- und Verkehrserziehung ist für uns eine Verpflichtung, der wir gemäß des aktuellen Runderlasses des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 14.12.2009 – 511 und darüber hinaus mit viel Engagement verantwortungsvoll nachkommen. Demzufolge ist es das Ziel und die Aufgabe aller Lehrkräfte des Freiherr-vom-Stein- Gymnasiums, bei den Schülerinnen und Schülern die für eine reflektierte und verantwortliche Teilnahme in der Verkehrswirklichkeit erforderlichen Kompetenzen zu fördern.

In der Sekundarstufe I erfolgt dies zum einen durch jährlich wiederkehrende Programme, die in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern stattfinden. So nehmen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 unmittelbar nach ihrem Wechsel von der Grundschule an das Gymnasium an einem Fahrrad-Parcours teil, bei dem sie durch praktische Übungen spielerisch die Beherrschung des Fahrrads auch in schwierigen Situationen und wichtige sicherheitsrelevante Verhaltensweisen trainieren. Organisiert und durchgeführt wird der dreitägige Parcours vom ADAC, wobei dieser durch die Schulsanitäter-AG Unterstützung erhält. Um den jungen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern zudem die Gefahren des toten Winkels bei LKWs und Bussen bewusst zu machen, stellt die DEKRA dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium einen Tag lang einen Lehr-LKW und eigene Unfallanalytiker zur Verfügung, bei denen die Schülerinnen und Schüler den toten Winkel selber entdecken und gemeinsam Konsequenzen für ihr Verhalten im Straßenverkehr ziehen. Obligatorisch ist außerdem die Teilnahme aller 5. Klassen an dem Projekt „Busschule“, das von der STOAG und der Polizei Oberhausen durchgeführt wird und den Schülerinnen und Schülern Alltagssituationen beim Bus- und Bahnfahren näherbringt. Für die Jahrgangsstufe 8 besteht außerdem die Möglichkeit, auf dem Mercedes-Gelände in Bochum mit Hilfe eines Fahrsimulators gefährliche Situationen und ihre Konsequenzen theoretisch aber auch praktisch zu erkennen.

Neben den Projekten findet die Verkehrserziehung zum anderen aber auch im Unterricht statt. So beschreiben die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 im Deutschunterricht ihren eigenen Schulweg, während im Erdkundeunterricht der Frage nachgegangen wird, wie fahrrad- und fußgängerfreundlich unsere Stadt ist. Der Wahlpflichtbereich „Junior-Ingenieur-Akademie“ führt schließlich eine eigene Verkehrsplanung durch, wobei die Sicherheit und ökologische Nachhaltigkeit im Straßenverkehr oberstes Ziel sind. Des Weiteren thematisieren die Biologielehrerinnen und -lehrer den Einfluss von Drogen und Emotionalität auf die Verkehrstüchtigkeit sowie die Sinneswahrnehmung und Reaktionsfähigkeit von Verkehrsteilnehmern. Fächerübergreifend werden im Physik- und Mathematikunterricht die Berechnung des Bremsweges und Überholvorganges behandelt. Durch das Training der Reaktionsfähigkeit und des Gleichgewichtssinns ist Verkehrserziehung auch im Sportunterricht fest verankert.

Im Sinne der Erlasse wird unter Verkehrserziehung jedoch nicht nur die Sicherheitserziehung verstanden, sondern auch der „Beitrag zur Umwelterziehung, Sozialerziehung und Gesundheitserziehung". Dem wird beispielsweise im Chemieunterricht dadurch Folge geleistet, dass die Zusammensetzung und Rückstände von Treibstoffen ermittelt (Jgst.9) und Katalysatoren und Abgasfilter untersucht (Jgst.7 und 9) werden. Aber auch im Wahlpflichtbereich „Biologie- und Erdkunde“ der Jahrgangsstufe 9 beurteilen die Schülerinnen und Schüler die Umweltverträglichkeit unterschiedlicher Verkehrsmittel und -systeme.
In der Sekundarstufe II informiert vor allem die Polizei Oberhausen die Schülerinnen und Schüler, die nun erste motorisierte Verkehrsmittel selbstständig fahren dürfen, durch das Projekt „Crash Kurs NRW – Realität erfahren“ zielführend über die Risiken und die Folgen regelwidrigen Fahrens im Straßenverkehr. Auf emotionale Weise wird den jungen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmern hierbei vor Augen geführt, dass sie nicht nur die Verantwortung für ihr eigenes Leben, sondern immer auch das ihrer Mitmenschen übernehmen.

Die Verkehrserziehung ist in der Sekundarstufe II fortlaufend in den einzelnen Curricula der Fächer eingebettet. Fester Bestandteil im Physikunterricht der EF ist daher die Berechnung von Fliehkräfte und Aquaplaning, während im Fach Psychologie optional aggressives Verhalten und Imponiergehabe im Straßenverkehr analysiert werden kann. Eine ganz andere Perspektive eröffnen die Lehrerinnen und Lehrer im Zusatzkurs Sozialwissenschaften, indem sie sich mit der Haftung und Versicherung im Straßenverkehr beschäftigen.

Darüber hinaus wird das gesamte Kollegium des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums regelmäßig über aktuelle Vorgaben und Umsetzungsideen zur Mobilitäts- und Verkehrserziehung informiert und eingebunden. Außerdem wird z.B. bei der Planung einer Fahrradtour mit einer Klasse eine Beratung zur Verfügung gestellt.

Unsere Schule

Freiherr neu

Das Freiherr vom Stein Gymnasium liegt in Oberhausen-Sterkrade am Rand des Volksparks. Die Schulgebäude an der Wilhelmstraße sind umgeben von Grün. Der Altbau ist die Keimzelle dieser Schule und steht unter Denkmalschutz. Nach der Renovierung der Aula und vor allem des markanten Turms erstrahlt der Bau wieder in neuem Glanz und ist ein Wahrzeichen des Stadtteils. Der sogenannte "Neubau" ist ein Anbau, der in den 70er Jahren errichtet wurde und neben zahlreichen Klassenräumen die naturwissenschaftlichen Fachräume, die Fachräume Kunst und die neuerbaute Schulmensa beherbergt. Das neue Oberstufenzentrum und der Pavillon befinden sich auf der anderen Seite der Wilhelmstraße, dahinter liegt auch der Schulgarten.

Zur Schule gehören zwei Sporthallen. Neben der alten Turnhalle an der Wilhelmstraße befindet sich auf der dem Volkspark zugewandten Seite die Günther-Stolz-Halle, eine Dreifachhalle, die auch von den Nachbarschulen und von örtlichen Vereinen genutzt wird. Komplett renoviert ist das angrenzende Stadion Sterkrade, das mit dem Rasenplatz und der Laufbahn mit der Möglichkeit elektronischer Zeitmessung ein Zentrum für Leichtathletik bietet.

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