Mit der Einrichtung der „MINT-Klassen“ verfolgt die Schule das Ziel, das Interesse unserer Schülerinnen und Schüler für mathematische beziehungsweise naturwissenschaftliche Sachverhalte zu erhalten und zu fördern und unsere Schülerinnen und Schüler mit den für ein späteres Studium benötigten Kompetenzen auszustatten. Dazu wird in den MINT-Profilklassen eine zusätzliche Langstunde MINT-Unterricht erteilt. Unterstützt wird diese Schwerpunktbildung durch das auch im Schuljahr 2009/2010 umgestellte Zeitraster auf Langstunden (67,5 min).

Durch dieses Konzept der „Entschleunigung“ soll die durch G8 erhöhte Leistungsdichte aufgefangen werden. Die Vorteile der längeren Unterrichtseinheit zeigen sich insbesondere in den klassisch experimentellen Fächern.

Download des MINT-Flyers

8 Profilklassen in MINT

Zum MINT-Unterricht werden die Klassen in Kleingruppen aufgeteilt. Zum jetzigen Zeitpunkt wird in 8 Klassen das MINT-Profil gewählt:
Jahrgangsstufe 5: 4 Klassen Jahrgangsstufe 6: 4 Klassen

Grundüberlegung

Im Sachunterricht an der Grundschule haben die Schülerinnen und Schüler bereits in Grundzügen gelernt, sich fächerübergreifend mit naturwissenschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Hier soll der MINT-Unterricht in den Jahrgangsstufen 5 bis 6 anknüpfen.
An Alltagsphänomenen orientiert, möchten wir dem in diesem Alter besonders ausgeprägten Forscherdrang der Kinder mit einem hohen Anteil praxisorientierten Arbeitens entgegengekommen. Besonders wichtig sind uns der Erwerb von Methodenkompetenz und Teamfähigkeit.
Bei der Planung und Organisation der MINT-Profilklassen sind von Anfang an auch Eltern beteiligt. Die Schulprogrammgruppe-MINT, die sich aus Lehrerinnen, Lehrern und Eltern zusammensetzt, trifft sich regelmäßig und befasst sich mit allen MINT betreffenden Angelegenheiten. Bei der Strukturierung der Inhalte wurde ein halbjährlichen Wechsel des Schwerpunktes festgelegt. Die Ausarbeitung der Stunden wird von den im Halbjahr gemeinsam unterrichtenden Kolleginnen und Kollegen im Team geplant, vorbereitet und evaluiert.

Der naturwissenschaftliche Unterricht findet seine Fortsetzung in dem Angebot des Differenzierungsbereiches der 8. und 9. Jahrgangsstufen (Wahlpflichtbereich II).

Hier können interessierte Schülerinnen und Schüler zwischen naturwissenschaftlich orientierten Kursthemen mit den Schwerpunkten Biologie-Chemie (Thema: "Fit und Schön?"), Informatik, Biologie-Erdkunde (Thema: "Boden -Wasser-Luft") oder Ingenieurunterricht (Themen: Brückenbau, Gebäudeplanung, Verkehrsplanung, Ampelschaltung) wählen.

Anschließend kann auch in der Sekundarstufe II in den Fächern des mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereichs gemäß der Allgemeinen Prüfungsordnung für die gymnasiale Oberstufe (APO-GOSt) ein Schwerpunkt gebildet werden.

Profilklassen 5 bis 6

Die Anmeldung für eine Mint-Klasse ist freiwillig. Die Profilklassen bleiben bis zum Ende der 7. Klasse bestehen.

  • MINT – Unterricht wird in einer zusätzlichen Unterrichtsstunde zur Stundentafel erteilt.
  • Der Unterricht ist projektorientiert und fächerübergreifend.
  • Unterricht mit hohen experimentellen Anteilen und Exkursionen.
  • Gemeinsames Problemlösen und Handeln im Team steht im Vordergrund.
  • Es werden keine Noten erteilt.

MINT im Wahlpflichtbereich II (Klasse 8 und 9)

Unabhängig von der Wahl einer MINT-Profilklasse in den Jahrgangsstufen 5 bis 6 können naturwissenschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler neben Angeboten im sprachlichen oder musischen Aufgabenfeld zwischen vier Kursthemen mit den Schwerpunkten

wählen. Für diese Kurse im Wahlpflichtbereich II haben die entsprechenden Fachkonferenzen schulinterne Curricula formuliert. Wie auch in den MINT-Profilklassen wird auch hier von Alltagsphänomenen ausgegangen, jedoch erfolgt hier bereits eine vertiefende Betrachtung der Inhalte. Im Gegensatz zum MINT-Unterricht erfolgt hier eine Benotung, es werden 2 Arbeiten pro Halbjahr geschrieben. Eine Übersicht über alle (auch nicht naturwissenschaftlichen Bereich) angebotenen Kurse im Wahlpflichtbereich II finden Sie hier. In der Jahrgangsstufe 7 können Interessen im MINT-Bereich durch die Teilnahme an der MINT-AG erweitert werden.

MINT in der Sekundarstufe II

In der Sekundarstufe II werden in allen MINT-Fächern mit Ausnahme von Informatik Leistungskurse angeboten. In der Vergangenheit konnten in Chemie und Physik nahezu durchgängig Leistungskurse eingerichtet werden (Kooperation mit dem Sophie-Scholl-Gymnasium).
Durch die Kombination von Mathematik und einer Naturwissenschaft ist es möglich auch in der Sekundarstufe II einen mathematisch-naturwissenschaftlichen Schwerpunkt zu setzen. Durch die optionale Erstellung einer „Besonderen Lernleistung“ kann der Anteil des mathematisch-naturwissenschaftlichen
Bereichs am Ergebnis des Blocks II der Gesamtqualifikation des Abiturs auf 60% gesteigert werden.
In der Chemie wurden beispielsweise Fragestellungen zur Ersatzstoffprüfung für Lösungsmittel in der Druckindustrie untersucht.
In der schulinternen Vortragsreihe „Freiherr-forscht“ präsentieren Schülerinnen und Schüler regelmäßig herausragende Ergebnisse ihrer Facharbeiten der Schulöffentlichkeit.

Unsere Schule

Freiherr neu

Das Freiherr vom Stein Gymnasium liegt in Oberhausen-Sterkrade am Rand des Volksparks. Die Schulgebäude an der Wilhelmstraße sind umgeben von Grün. Der Altbau ist die Keimzelle dieser Schule und steht unter Denkmalschutz. Nach der Renovierung der Aula und vor allem des markanten Turms erstrahlt der Bau wieder in neuem Glanz und ist ein Wahrzeichen des Stadtteils. Der sogenannte "Neubau" ist ein Anbau, der in den 70er Jahren errichtet wurde und neben zahlreichen Klassenräumen die naturwissenschaftlichen Fachräume, die Fachräume Kunst und die neuerbaute Schulmensa beherbergt. Das neue Oberstufenzentrum und der Pavillon befinden sich auf der anderen Seite der Wilhelmstraße, dahinter liegt auch der Schulgarten.

Zur Schule gehören zwei Sporthallen. Neben der alten Turnhalle an der Wilhelmstraße befindet sich auf der dem Volkspark zugewandten Seite die Günther-Stolz-Halle, eine Dreifachhalle, die auch von den Nachbarschulen und von örtlichen Vereinen genutzt wird. Komplett renoviert ist das angrenzende Stadion Sterkrade, das mit dem Rasenplatz und der Laufbahn mit der Möglichkeit elektronischer Zeitmessung ein Zentrum für Leichtathletik bietet.

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